Diabetes bei Kindern

Diabetes bei Kindern

Was bedeutet das für den Alltag?

Oft unterschätzt: Diabetes bei Kindern

Diabetes kommt bei Kindern meistens in Form von Typ 1 Diabetes vor. Mit rund 30.000 Betroffenen allein in Deutschland ist der gestörte Blutzuckerhaushalt die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter. Tendenz steigend: Laut der Stiftung Dianino hat sich die Zahl der neu erkrankten Kinder in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Dabei sind zunehmend Kinder unter fünf Jahren betroffen.

Tägliche Routine: Blutzuckerwerte bei Kindern messen

Diabetes bei einem Kleinkind belastet das tägliche Leben enorm – für das Kind selbst wie für die Eltern. Denn bei Typ 1 Diabetes muss der Blutzuckerspiegel permanent kontrolliert werden. Im Alltag bedeutet das: bis zu zehnmal am Tag mit einem kleinen Stich in Finger oder Ohrläppchen Bluttropfen zur Messung abnehmen und mehrmals täglich Insulin unter die Haut spritzen. Alleine das ist für viele Kleinkinder schon eine Tortur.

Diabetes beim Kleinkind: Gefahr Außenseiterstatus

Darüber hinaus können kleine Diabetiker nicht immer alles essen wie ihre gesunden Freunde. Süßigkeiten, Nudeln, Brot – gerade die Favoriten der Kleinen gilt es zu meiden. Und so muss sich ein Kind mit Typ 1 Diabetes beim Kindergeburtstag mit einem Stück Kuchen begnügen, während die anderen gleich mehrere Stücke futtern dürfen. Und: Jeder Spielplatzbesuch, jeder Spaziergang muss in die Berechnung für die Insulindosis eingehen.

Kohlenhydrate-Umrechnungstabelle

Dazu kommt, dass sich kleine Kinder durch ihren unfreiwilligen Sonderstatus oft als Außenseiter fühlen. In der Pubertät besteht die Gefahr, dass sie gegen die krankheitsbedingte Disziplin aufbegehren und ihre Therapie schleifen lassen. Sie nehmen damit überhöhte Blutzuckerwerte mit der Gefahr einer Überzuckerung und diabetischem Koma sowie schwerwiegende Spätfolgen in Kauf.

Wie wird Typ 1 Diabetes bei Kindern behandelt?

Bei Typ 1 Diabetes kann der Organismus kein Insulin herstellen. Es muss von außen zugeführt werden. Insulin kann nicht geschluckt werden, da es im Magen verdaut wird. Daher wird es – meistens mehrmals am Tag – unter die Haut (subkutan) gespritzt. Die Dosierung ist von verschiedenen Dingen abhängig. Vor allem: Wie viel und was das Kind essen wird und wie viel es sich bewegt hat. Eine Insulinpumpe erleichtert die Verabreichung der Insulindosis. Alternativ kann das Insulin auch über eine spezielle Spritze (Pen) zugeführt werden.

Kommt immer häufiger vor: Altersdiabetes bei Kindern

Anders als bei Erwachsenen kommt bei Kindern Typ 1 Diabetes häufiger vor als Typ 2 Diabetes. Die Deutsche Diabetes Hilfe schätzt, dass rund 5.000 Kinder und Jugendliche mit dauerhaft erhöhtem Blutzuckerspiegel infolge einer Insulinresistenz leben. Allerdings warnen Experten, dass ihre Zahl in Zukunft steigen wird. Der Grund: Mangelnde Bewegung in Verbindung mit einem hohen Konsum gesüßter Getränke, Pommes frites & Co.. Ein solcher Lebensstil schlägt sich unweigerlich in Übergewicht nieder. In Deutschland bringen schätzungsweise 10% der Kinder und Jugendlichen zu viel auf die Waage. Bis zu 8 % der Schulkinder sind sogar bereits adipös. Das heißt: Ihr BMI liegt über dem Wert von 30.

Lässt sich Typ 2 Diabetes bei Kindern stoppen?

Anders als bei Typ 1 Diabetes gibt es Möglichkeiten, Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen: durch eine ausgewogene Ernährung und vor allem tägliche Bewegung. Das fängt damit an, dass das Kind besser mit dem Fahrrad fährt als mit „Mama Taxi“, geht weiter zum ausgiebigem Toben mit Freunden bis zum Sport im Verein.

Wie wird Typ 2 Diabetes bei Kindern behandelt?

Die Behandlung von Typ 2 Diabetes unterscheidet sich bei Kindern nicht von der von Erwachsenen. Um schwere Folgeschäden zu verhindern, ist es wichtig, hohe Blutzuckerwerte zu vermeiden. Das bedeutet: Zu allererst sollten die kleinen Patienten über Bewegung und eine Ernährungsumstellung versuchen, ihren Blutzucker an die Normwerte anzunähern. Der Arzt entscheidet, ob und wann eine medikamentöse Behandlung (orale Diabetika) nötig ist. Insulin ist in der Regel im Anfangsstadium von Typ 2 Diabetes nicht notwendig. Bei einer guten Einstellung der Blutzuckerwerte und einer konsequenten Lebensstiländerung ist es sogar möglich, Diabetes über sehr lange Zeit ohne Insulin zu behandeln.

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